Der SV Darmstadt 98 verliert in Fürth mit 2:3 und gibt die Aufstiegschance auf. Der Trainer Florian Kohfeldt musste sich nach dem Spiel sammeln, um die Enttäuschung zu überwinden. "Heute ist es schwer, das tut sehr weh. Realistisch gesehen ist es das heute für uns im Kampf um den Aufstieg gewesen", sagte Kohfeldt. Der Abstand zwischen Darmstadt 98 und den ersten drei Plätzen ist nun zu deutlich. Fünf Zähler liegen bereits zwischen den Lilien und Rang drei, acht auf Platz zwei. Das ist einfach zu deutlich bei nur noch vier Partien. Die letzten drei Spiele gingen allesamt verloren. Einmal nach einer sehr schwachen Vorstellung (Bielefeld), einmal gegen einen starken Gegner (Hannover) und nun nach einer dramatischen Partie mit irrem Finish. Da kommt zu viel zusammen. Die Lilien schaffen es nicht mehr wie in weiten Phasen der Saison, Spiele, wie auch immer sie laufen, auf ihre Seite zu ziehen. Das Momentum, das die Südhessen so lange trug, es ist definitiv futsch. Die Begegnung in Fürth bot da das letzte Beispiel. Nach einer durchwachsenen Partie mit Chancen auf beiden Seiten und jeweils einem Treffer pro Team, brachte Yosuke Furukawa die Darmstädter in der Schlussphase mit 2:1 in Führung. Es fehlt nicht viel Fantasie, dass die Lilien noch vor wenigen Wochen genau diese Führung noch über die Zeit gebracht hätten. Aber den Südhessen aus dem April 2026 ist diese Stabilität abhandengekommen. Erst traf Noel Futkeu zum Ausgleich, dann in der Nachspielzeit zum Fürther Sieg. Ende, Aus, Traum vorbei. "Wir müssen jetzt zusammen einen traurigen Moment überleben. Den werden wir aber überwinden", betonte Kohfeldt. Zum Abschluss ging der Blick des Trainers aber dann noch einmal zum Saisonfinale: "Wir werden die nächsten vier Spiele alles versuchen, um jedes Spiel zu gewinnen. Wir werden am nächsten Wochenende wieder Energie ausstrahlen." Der Aufstieg mag erst einmal abgehakt sein, die Saison ist aber noch nicht vorbei.