Darmstadt 98 hat eine starke Zweitliga-Saison hingelegt und sich lange Zeit in der Spitzengruppe befunden. Doch in der heißen Phase der Saison ging den Südhessen die Puste aus und sie verpassten den Aufstieg. Trainer Florian Kohfeldt sieht jedoch Hoffnung für die Zukunft und betont, dass der Kader, den Sportchef Fernie zusammengestellt hat, den höchsten Zweitliga-Ansprüchen genügt. Die Mannschaft harmonierte gut und Qualitätslücken gab es im Kader kaum. Hinten ließen die Südhessen über weite Strecken der Saison wenig zu, vorne ballerte sich Knipser Isac Lidberg fast zur Torjäger-Kanone. Das alles gibt Grund zur Hoffnung, dass es auch in der neuen Spielzeit ähnlich weitergeht. Damit das aber so eintrifft, dürfen die letzten neun Spiele der Saison nicht einfach im Giftschrank verschwinden. Kein Sieg gelang den Südhessen hier mehr, gegen zahlreiche Kellerkinder wurden in dieser Zeit - und schon davor - Punkte gelassen. Partien ohne Gegentreffer, vorher ein echtes Pfund der Kohfeldt-Elf, wurden obendrein auch nicht mehr gespielt. "Wir müssen schon unsere Schlüsse ziehen aus den vergangenen Wochen", erklärte Trainer Kohfeldt daher nicht zu unrecht. Nicht nur, dass die Souveränität, das Selbstvertrauen, dieses "Wir-gewinnen-hier-heute" abhanden gekommen waren, den Lilien fehlte auf einmal auch die Abgezocktheit, die sie über weite Strecken der Saison so ausgezeichnet hatte. Zudem sorgte eine permanent veränderte Aufstellung für fehlende Konstanz im Saison-Finish. "Wir müssen auch darüber reden, warum wir nicht mehr so souverän waren wie zuvor", fügte Kohfeldt hinzu. Die Südhessen müssen also ihre Schlüsse ziehen und ihre Strategie für die Zukunft überdenken, um wieder auf dem richtigen Weg zu sein.
Verein
Darmstadt 98: Auf dem richtigen Weg, aber spät ins Schlingern geraten
Darmstadt 98 hat eine beachtenswerte Zweitliga-Saison hingelegt, aber den Aufstieg verpasst. Trainer Florian Kohfeldt sieht Hoffnung für die Zukunft.
Darmstadt 98 Hub